A


alkalische Phosphatase (AP)

Enzym, das vor allem in Knochen, Muskeln und Leber sowie in den Gallengängen vorkommt. Bei Schädigungen dieser Gewebe steigt der AP-Wert an. Auch beim Nierenzellkarzinom mit Knochenmetastasen kann der AP-Wert erhöht sein.

Allgemeinzustand

Begriff für die allgemeine körperliche, geistige und seelische Verfassung eines Patienten.

Antibiotika

Substanzen, die eine so stark hemmende Wirkung auf die Stoffwechselprozesse von Krankheitserregen haben, dass sie deren Vermehrung bzw. deren Weiterleben unterbinden.

Antikörper

Antikörper sind natürliche Bestandteile des Immunsystems zur Bekämpfung von Krankheitserregern im Körper. Bei manchen Krebserkrankungen wie z. B. Nierenkrebs können sie gezielt als Medikament eingesetzt werden.

B


Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG)

Geschwindigkeit, mit der sich die roten Blutkörperchen in einer Blutprobe, die über längere Zeit steht, absetzen. Wenn sich im Körper entzündliche Prozesse abspielen, ist die BSG erhöht.

Bronchoskopie

Verfahren, bei dem der Arzt die Atemwege des Patienten mit einem schlauchförmigen Gerät (Endoskop) untersucht, das mit Kamera und Beleuchtung ausgestattet ist.

C


Computertomographie (CT)

Computergestütztes Röntgen-Verfahren. In einer Röhre wird beim Patienten ein bestimmter Körperteil in Schichten durchstrahlt und elektronisch in Bilder umgesetzt, in denen sich die verschiedenen Gewebe gut voneinander unterscheiden lassen.

D


Dialyse

Behandlung, bei der das Blut künstlich von Abfallprodukten des Körpers gereinigt wird. Eine Blutwäsche ist z. B. dann notwendig, wenn die Funktionsfähigkeit der Nieren so schwer gestört ist, dass diese die giftigen Abfallstoffe im Körper nicht mehr (ausreichend) über den Urin ausscheiden können.

E


Erstlinientherapie

In der Medizin wird der Einsatz von Medikamenten, mit denen eine Behandlung begonnen wird, als „Erstlinientherapie“ bezeichnet.

I


Interferone

Interferone sind natürlich vorkommende Stoffe, die eine steuernde Rolle im Abwehrsystem (Immunsystem) des Körpers spielen. Sie können insbesondere Abwehrmechanismen gegen Viren und Tummorzellen in Gang setzen. Interferon wird als Medikament zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt.

L


Lymphsystem

Das Lymphsystem nimmt überall im Körper Flüssigkeit aus dem Gewebe auf. Diese Flüssigkeit enthält Abbauprodukte von Zellen, möglicherweise auch Krankheitserreger, Gifte oder Krebszellen. Nach Filterung der Gewebsflüssigkeit in Lymphknoten, wird die Flüssigkeit über Lymphbahnen wieder dem Blutkreislauf zugeführt.

M


Magnetresonanztomographie (MRT)

Auch Kernspintomographie. Bildgebendes, diagnostisches Verfahren, das sich der elektromagnetischen Schwingung von Gewebsbestandteilen in einem künstlich erzeugten Magnetfeld bedient. Die MRT liefert Bilder mit sehr hoher Auflösung, z. B. von Strukturen im Schädelinneren.

mTOR

engl.: mammalian target of rapamycin. mTOR ist ein Enzym im Zellinneren, das den Stoffwechsel und das Wachstum von Zellen steuert. In Nierenkrebszellen kann die Weiterleitung von Wachstumssignalen über mTOR gesteigert sein. mTOR-Hemmer können die Aktivität dieser Eiweiße blockieren und damit die Vermehrung der Krebszelle hemmen.

Mukositis

Entzündung der Schleimhaut (Mukosa), wobei meist die Mundschleimhaut und die Schleimhäute des Verdauungssystems gemeint sind.

N


Niereninsuffizienz

Verschlechterung der Nierenfunktion bis hin zum vollständigen Nierenversagen. Die Niereninsuffizienz wird anhand der Nierenleistung gemessen (Fachbegriff Glomeruläre Filtrationsrate, GFR). GFR über 89 ml/min = normale Nierenleistung. GFR unter 15 ml/min = chronisches Nierenversagen. (Einteilung nach der National Kidney Foundation (NKF))

O


oral

„zum Mund" bzw. „zur Mundhöhle gehörig"

R


Resistenz

Unempfindlichkeit gegenüber einem Medikament, das vorher wirksam war.

S


Signalkaskade

Biologische Signale, wie z. B. das Signal zur Zellteilung, werden in der Zelle über Signalkaskaden weitergeleitet. Durch chemische Prozesse verändern sich Eiweiße, die dann wiederum andere Eiweiße chemisch verändern.

Stomatitis

Entzündung der Mundschleimhaut

T


Tyrosinkinasehemmer

Diese Medikamente hemmen bestimmte Enzyme (Tyrosinkinasen) in den Tumorzellen. Diese Enzym¬e spielen eine wichtige Rolle bei Entstehung, Wachstum und Versorgung des Tumors.

Tyrosinkinasen

Enzyme bzw. Biokatalysatoren, die als Schalter für verschiedene Zellaktivitäten dienen. Eine Aufgabe besteht z. B. darin, Signale von außerhalb der Zelle aufzunehmen und in den Zellkern weiterzuleiten. Aus dieser Signalübermittlung leiten sich weitere wichtige Prozesse wie z. B. die Zellteilung oder der Zelltod ab. Wenn diese Prozesse außer Kontrolle geraten, kann das Entstehen von bösartigen Krankheiten wie Nierenkrebs begünstigt werden.

U


Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Diagnostisches, bildgebendes Verfahren unter Anwendung von Ultraschallwellen. Die Wiedergabe von Bewegungen und Abläufen ist möglich und es besteht keine Strahlenbelastung.

Z


Zielgerichtete Therapie

engl. targeted therapie¬s. Zielgerichtete Therapien wirken direkt am krebsauslösenden Mechanismus innerhalb der Krebszelle.